WEME planen: Ablauf, Checkliste und häufige Fehler
Die WEME ist der letzte grosse Auftrag einer Dienstleistung und der, bei dem am meisten gleichzeitig passiert. Wer sie früh und sauber plant, gibt am Schluss vollständig zurück und kommt pünktlich zur Entlassung.
Was ist die WEME?
WEME heisst Wiedererstellung der materiellen Einsatzbereitschaft, früher WEMA. Die Truppe arbeitet zugunsten eines Armeelogistikcenters (ALC) mit dem Ziel, die Ausrüstung vollständig und funktionsbereit zurückzugeben. Die WEME findet am Ende der Dienstleistung statt und läuft immer nach den gleichen Grundsätzen.
Der Kommandant trägt die Führungsverantwortung, das ALC die Einsatzverantwortung. Der Zeitplan des ALC ist verbindlich. Die Planung auf Stufe Einheit liegt in der Regel beim Einheitsfeldweibel oder beim C WEME.
Zur WEME gehört mehr als Material: Abgabe von Schiess- und Ausbildungsplätzen, Abbau eigener Infrastruktur, Reinigung und Abgabe der Unterkunft, Munitionsrückschub und Fahrzeugrückgabe.
Wie läuft die WEME ab?
- Absprache mit dem ALC. Termine, Standorte und Besonderheiten werden zwischen ALC und Truppenkörper festgelegt.
- Planung im Stab. Daraus entstehen Zeitplan und Einsatzkonzept für das Bataillon.
- Planung der Einheit. Detachemente, Zeiten, Personal und Fahrzeuge der Kompanie, genehmigt durch den Kommandanten.
- Befehlsgebung in der Einheit. In der Regel ein bis drei Tage vor der WEME erhalten die Detachementschefs ihre Aufträge.
Während der WEME führt die Kontrollstelle, der «WEME KP», den Stand: welche Posten laufen, was erledigt ist, wo es Probleme gibt.
Was muss pro Detachement feststehen?
- Zurückzugebende Ausrüstung
- Namentliche Liste des Detachements und Chef
- Genauer Rückgabestandort
- Kontaktperson beim ALC
- Beginn und geplante Dauer
- Besondere Ausrüstung der AdA
- Folgeauftrag oder Treffpunkt nach Arbeitsende
Bewährt hat sich, die Arbeitsgruppen nach den Rubriken des Rückgabescheins zu bilden und jedem Chef ein Auftragskuvert mit allen Unterlagen zu geben.
Was lässt sich schon im Dienst vorbereiten?
- Funktionsbereitschaftskontrollen, Parkdienste und Instandsetzungen laufend erledigen, nicht erst in der letzten Woche.
- Material bereits am Truppenstandort für die Rückgabe vorbereiten.
- Leere Paletten aufbewahren und nach Rückschubort und Zeit beschriften.
- Verluste und Beschädigungen rechtzeitig vor dem Termin des ALC abschliessen.
- Munitionsrückschub frühzeitig bestätigen.
Welche Fehler passieren am häufigsten?
- Doppelt eingeteilt. Eine Person oder ein Fahrzeug steht zur gleichen Zeit auf zwei Posten.
- Fahrer ohne Kategorie. Der Lastwagen ist eingeteilt, der Fahrer hat die Berechtigung nicht.
- Fahrzeit unterschätzt. Hin- und Rückweg fehlen in der Planung, der Posten kommt zu spät.
- Gefahrgut vergessen. Treibstoff oder Munition auf einem Fahrzeug ohne Prüfung.
- Verpflegung vergessen. Der Fourier erfährt zu spät, wer zur Mittagszeit wo isst.
Doppelte Einteilung, Fahrerkategorie, Fahrzeit und Gefahrgut prüft der WEME Planer schon beim Einteilen. Fahraufträge mit Fahrberechtigung disponiert der Dispo Planer. Mit dem Verpflegungsbestand melden die Zugführer ihre Portionen, der Fourier druckt die Liste für den Küchenchef.
Was übernimmt der WEME Planer?
Planung und Führung der WEME in einer Datei. Wer fährt wann mit welchem Fahrzeug wohin, was wird abgegeben, und wo sollte jeder Posten gerade sein. Der WEME Druck gibt alles in einem Zug aus, mit Deckblatt, Matrix, Personalplan und einem Dossier pro Posten und Tag.
Was im Video gezeigt wird
- Beispiel: fiktive Kompanie, WEME am 12. und 13. Oktober.
- Alle Posten des Tages auf einem Zeitstrahl, mit Hin- und Rückweg, Personal, Fahrzeugen und Post C.
- Neuer Einsatz: Wer schon eingeteilt ist, ist in der Auswahl gesperrt, mit Angabe des Postens.
- Fahrzeuge genauso, die Fahrerkategorie wird geprüft.
- Ziel eingeben: Die Fahrzeit wird offline über das Strassennetz berechnet.
- Personalplanung: der Tag jeder Person auf einen Blick.
- Postenblätter druckfertig, mit Routenkarte und Notfallangaben.
- Live-Dashboard während der WEME mit Lagekarte, auch für den Beamer.
Sehen Sie sich die Suite vor dem nächsten Dienst an.
Kostenlos und ohne Verpflichtung. Oder ich zeige sie Ihnen und Ihrem Team vor Ort.